Weltenburger Kloster
Ein Bier im Himmel wie auf Erden

Das Kloster Weltenburg

Die Geschichte des Klosters und der ältesten Klosterbrauerei der Welt

  • 45 n. Chr.
    Am Südufer der Donau beginnt bei Weltenburg eine römische Grenz- und Militärstraße, die bis zum Kastell Hüfingen bei Donaueschingen führt. Diese Straße, von Historikern „Donausüd“ genannt, ist lange Zeit eine der beiden wichtigsten Ost-West-Verbindungen nördlich der Alpen. Bei Burghöfe nimmt sie den Verkehr der aus Oberitalien kommenden „Via Claudia“ auf.
  • Um 617
    gründen die iroschottischen Mönche Eustasius und Agilus aus Luxeuil das Kloster Weltenburg nach den Regeln des heiligen Kolumban.
  • Um 800
    übernimmt das Kloster die Regeln des heiligen Benedikt.
  • Um 899
    Gegen Ende des 9. Jahrhunderts erscheint an den Ostgrenzen des Abendlandes ein Nomadenvolk finnisch-ugrischer Herkunft, die Ungarn. Sie verwüsten Italien, Bayern, Sachsen, die bayerische Ostmark und Schwaben. Aus Angst verlassen die Mönche Anfang des 10. Jahrhunderts die Abtei.
  • 932
    wird Weltenburg ein Eigenkloster des Bistums Regensburg und von Kloster St. Emmeram aus wieder neu besiedelt.
  • 1050
    Gründung der Klosterbrauerei
  • 1191
    Die neu erbaute Kirche wird eingeweiht.
  • 1441–1450
    Während des 14. und 15. Jahrhunderts leidet das Kloster unter der Regierung ständig wechselnder Äbte und Administratoren. Deshalb werden unter Abt Konrad V. die Kastler Reformen im Kloster Weltenburg eingeführt.
  • 1546–1547
    führt Kaiser Karl V. den Schmalkaldischen Krieg gegen ein Bündnis protestantischer Landesfürsten und Städte unter der Führung von Kursachsen und Hessen. Der Krieg bricht zunächst in Süddeutschland aus. Hierbei wird das Kloster Weltenburg geplündert.
  • 1553–1556
    muss Abt Michael II. Häusler aus wirtschaftlicher Not wertvolle Bestände der Klosterbibliothek verkaufen.
  • 1626–1659
    führt Abt Matthias Abelin das Kloster Weltenburg durch den Dreißigjährigen Krieg. Trotz mehrfacher Plünderungen hinterlässt er das Kloster geordnet.
  • 1686
    gehört das Kloster zu den Gründern der bayerischen Benediktinerkongregation, einer Vereinigung selbständiger bayerischer Benediktinerklöster, die 1684 von Papst Innozenz XI. gegründet wird.
  • 1713–1743
    entstehen unter Abt Maurus I. Bächl die Frauenbergkirche, Kirchen in den inkorporierten Pfarreien und die neu errichteten Klostergebäude. 1716 bis 1739 errichten die Gebrüder Asam, welche die wichtigsten Vertreter des deutschen Spätbarocks waren, die barocke Klosterkirche, die dem heiligen Georg geweiht ist.
  • 1803
    wird das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgelöst.
  • 1858
    wird Weltenburg von Papst Pius IX. nach der Säkularisation durch König Ludwig I. von Bayern gemeinsam mit den Klöstern Metten, St. Bonifaz (München) und Andechs wiedererrichtet.
  • 1913
    wird Weltenburg wieder zur Abtei. Hauptaufgaben der Abtei sind die Pfarrseelsorge (Betreuung von vier Pfarreien) und die Aufnahme von Gästen in der Begegnungsstätte St. Georg.
  • Heute
    beherbergt das Kloster Weltenburg 14 Mönche. Seit 1998 ist Thomas Maria Freihart Abt des Klosters. Aufgaben der Mönche sind u.a. die Pfarrseelsorge und Gästebetreuung in der Begegnungsstätte St. Georg. Heute ist der Gebäudekomplex wegen seiner direkten Lage am Donauufer stark hochwassergefährdet. Das Wasserwirtschaftsamt Landshut realisiert zwischen Januar und Oktober 2006 einen Hochwasserschutz für das Kloster, der am 12. Oktober 2006 feierlich eingeweiht wurde.
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